Bangha Béla jelentése a budapesti nunciusnak a Központi Sajtóvállalat helyzetéről

  • Tibor Klestenitz MTA Bölcsészettudományi Kutatóközpont
Kulcsszavak: 1920, Béla Bangha, Central Press Company, Christian-national course in Hungary, denominational press

Absztrakt

Der Bericht von Béla Bangha über die Lage
der Zentralen Presseunternehmung
Die Zentrale Presseunternehmung (ZUP), die vom September 1919 an politische Tageszeitungen
veröffentlichte, galt als der wichtigste katholische Zeitungsverlag der Horthy-ära. Die Geschichte
des Unternehmens ist bis heute wenig erforscht, wofür vor allem der Quellenmangel verantwortlich
ist. Das Unternehmensarchiv ist nicht erhalten und der Nachlass des Jesuitenpaters Béla Bangha,
der in der Gründung der ZUP eine wichtige Rolle spielte, ist lückenhaft. Obwohl Bangha zahlreiche
Artikel, Studien und Pamphlete publizierte, sind diese propagandistischen Dokumente nur mit Vorsicht
und kritischer Sichtung der Quellen zu benutzten. Erhaltene Archivmaterialien haben deshalb
eine große Bedeutung. Der hier publizierte, im Vatikanischen Geheimarchiv aufbewahrte Bericht
aus dem Jahr 1920 bietet einen unmittelbaren Einblick in die Argumentation des Jesuitenpaters,
und zeigt, wie er die Lage der von ihm ins Leben gerufene „christlichen Presse” für den Nuntius
Lorenzo Schioppa aufzeichnete.
Der Bericht bestreitet Absichten, nach denen die ZUP nicht eine ausgesprochen katholische,
sondern eine „christliche” Linie vertreten habe. Bangha argumentiert damit, dass die Öffentlichkeit
nach dem Untergang der ungarischen Räterepublik den Zusammenschluss der christlichen Kräfte
gegen den Bolschewismus verlangt hatte. Nicht einmal die Katholiken hätten „rein katholische”
Zeitungen von der ZPU akzeptiert; das Unternehmen solle ihre Funktion als „christlicher” Zeitungsverlag
erfüllen, meinte er.
Wie der Bericht zeigt, nutzte der Verlag die politische Konjunktur geschickt aus und hatteeine
wichtige Position auf dem Pressemarkt inne. Aber der Gründer wußte, dass die ZUP alles der Hilfe
des Staates zu verdanken hatte. Er war der Meinung, dass katholische Zeitungen nur dann publiziert
werden können, wenn eine breite Leserschaft für die konfessionelle Presse – dank einer intensiven
seelsorgerischen Arbeit – entsteht.

Megjelent
2017-05-07
Rovat
Tanulmányok